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Angst & Stress Screening

Krankheitsangst-Test: Wie stark kreisen Ihre Gedanken um Ihre Gesundheit?

Beobachten Sie Ihren Körper ständig auf Warnzeichen? Zehn Fragen zeigen, wie ausgeprägt Ihre Sorge vor ernsten Erkrankungen ist. Als Vorbild dient der Whiteley-Index, das klassische Screening-Instrument für Krankheitsangst.

Test starten 10 Fragen · 2 Min. · kostenlos

Worum geht es in diesem Test?

Gesundheitssorgen kennt jeder Mensch – problematisch werden sie erst, wenn sie ein Eigenleben entwickeln: wenn jedes Ziehen zur möglichen Tumorbotschaft wird, wenn Suchmaschinen zur nächtlichen Diagnosestation werden und wenn selbst unauffällige Untersuchungsergebnisse nur für wenige Tage beruhigen. Dieser Selbsttest erfasst genau dieses Muster aus drei Zutaten: verstärkte Beobachtung des eigenen Körpers, katastrophisierende Deutung harmloser Empfindungen und den wachsenden Bedarf an Rückversicherung durch Ärzte, Angehörige oder das Internet.

Der Fragebogen umfasst zehn Aussagen zum zurückliegenden Monat. Ihr Gesamtwert zwischen 0 und 40 Punkten wird einer von vier Ausprägungsstufen zugeordnet – von unauffälligen Gesundheitssorgen bis zu einer Belastung, die fachliche Unterstützung nahelegt. Jede Stufe erklärt ausführlich, was hinter dem Wert steckt, wie sich das Muster im Alltag äußert, welche Auswege die Forschung kennt und was der Test nicht leisten kann.

Der Test richtet sich an Erwachsene, die ihr Verhältnis zum eigenen Körper ehrlich prüfen möchten – etwa weil das Symptom-Googeln überhandnimmt, weil Angehörige die häufigen Arztbesuche ansprechen oder weil nach einer überstandenen Erkrankung die Angst vor dem Rückfall nicht weichen will. Er eignet sich ausdrücklich auch für Menschen, die sich fragen, ob ihre Vorsicht noch gesunde Achtsamkeit oder schon zermürbende Daueralarmbereitschaft ist.

Mögliche Ergebnisse

Methodik & Hintergrund

Als inhaltliche Vorlage dient der Whiteley-Index, den Pilowsky 1967 zur Erfassung hypochondrischer Einstellungen entwickelte und der bis heute international als Standard-Screening für Krankheitsangst eingesetzt wird; für Deutschland liegen Normwerte aus einer Bevölkerungsstudie von Hinz, Rief und Brähler (2003) vor. Ergänzend flossen Konzepte des Health Anxiety Inventory von Salkovskis und Kollegen (2002) ein, das die kognitiven Anteile der Krankheitsangst stärker gewichtet.

Dahinter steht das kognitiv-behaviorale Modell der Krankheitsangst: Körperliche Empfindungen sind mehrdeutig, und ängstliche Menschen wählen systematisch die bedrohlichste Deutung. Kontrollieren, Abtasten und Rückversichern senken die Angst kurzfristig – verstärken aber die Aufmerksamkeit auf den Körper und damit die Wahrnehmung neuer „Symptome“. Die zehn Fragen bilden diesen Kreislauf aus Wahrnehmung, Bewertung und Absicherungsverhalten ab.

Ehrlich gesagt werden muss auch: Ein Fragebogen kann nicht zwischen begründeter und unbegründeter Sorge unterscheiden. Wer tatsächlich an einer unklaren körperlichen Erkrankung leidet, erzielt hier möglicherweise hohe Werte, ohne dass eine Krankheitsangststörung vorliegt. Die Punktbereiche sind daher als Gesprächsgrundlage gedacht, nicht als Urteil – und ein auffälliger Wert ersetzt weder die somatische Diagnostik noch die differenzierte Einschätzung durch approbierte Fachleute.

Häufige Fragen

Ist Krankheitsangst dasselbe wie Hypochondrie?

Die Begriffe meinen weitgehend dasselbe Phänomen, aber „Hypochondrie“ ist umgangssprachlich abwertend gefärbt und wird in modernen Klassifikationen zunehmend durch neutralere Bezeichnungen wie Krankheitsangststörung ersetzt. Gemeint ist eine anhaltende, das Leben beeinträchtigende Überzeugung oder Furcht, ernsthaft krank zu sein – trotz angemessener medizinischer Abklärung. Mit Simulieren oder Wehleidigkeit hat das nichts zu tun: Die Angst und die wahrgenommenen Beschwerden sind real.

Meine Symptome fühlen sich echt an – kann das trotzdem Krankheitsangst sein?

Ja, und das ist kein Widerspruch. Angst erzeugt selbst deutliche Körperreaktionen: Muskelverspannung, Herzklopfen, Magen-Darm-Beschwerden, Schwindel. Zudem verstärkt fokussierte Aufmerksamkeit jede Empfindung – wer tagelang auf eine Körperstelle achtet, spürt dort mehr. Die Beschwerden sind also real, ihre Quelle ist aber häufig die Alarmreaktion, nicht eine verborgene Krankheit. Genau deshalb gehören beide Ebenen abgeklärt: Körper und Angst.

Wie oft zum Arzt ist noch normal?

Eine feste Zahl gibt es nicht – entscheidend ist das Muster. Anlassbezogene Besuche bei neuen, anhaltenden Beschwerden und die empfohlenen Vorsorgetermine sind funktional. Warnzeichen sind dagegen: Termine zur reinen Beruhigung, Wiedervorstellungen wegen bereits abgeklärter Symptome, Praxiswechsel bei Entwarnung und das Gefühl, ohne baldige Untersuchung nicht zur Ruhe zu kommen. Wenn Entlastung nur noch kurz anhält, prüft man besser die Angst als den Körper.

Verschlimmert Googeln die Krankheitsangst wirklich?

Die Forschung zur sogenannten Cyberchondrie sagt klar: ja. Suchalgorithmen bevorzugen dramatische Inhalte, sodass harmlose Symptome online überproportional mit schweren Diagnosen verknüpft erscheinen. Jede Recherche liefert zudem kurzfristige Entlastung und wirkt damit wie eine Belohnung, die den nächsten Suchimpuls bahnt. Wer Krankheitsangst reduzieren will, behandelt Symptomsuchen deshalb wie ein Suchtverhalten: konsequent stoppen und die Frage stattdessen notiert mit in die Praxis nehmen.

Speichert dieser Test meine Gesundheitsangaben?

Nein – gerade bei einem so sensiblen Thema wäre das unangemessen. Der Fragebogen läuft komplett clientseitig: Ihre Kreuze und Ihr Ergebnis existieren nur in Ihrem Browserfenster und verschwinden mit dem Schließen der Seite. Es werden weder Konten angelegt noch Antworten übertragen oder ausgewertet.

Quellen

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