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Ihr Ergebnis · Krankheitsangst-Test: Wie stark kreisen Ihre Gedanken um Ihre Gesundheit?

Leicht erhöhte Krankheitsangst (10–19 Punkte)

Gesundheitssorgen melden sich bei Ihnen häufiger zu Wort als nötig, lassen sich aber meist noch gut beiseitelegen. Ein guter Moment, um Kontrollgewohnheiten zu prüfen.

Geringe Krankheitsangst (0–9 Punkte)0Leicht erhöhte Krankheitsangst (10–19 Punkte)10Ausgeprägte Krankheitsangst (20–29 Punkte)20Sehr starke Krankheitsangst (30–40 Punkte)3040

Was bedeutet dieses Ergebnis?

Ihr Wert liegt im unteren Mittelbereich: Die Sorge um die eigene Gesundheit taucht regelmäßig auf – vielleicht als gelegentliches Abtasten, als Symptomsuche nach einem beunruhigenden Zwicken oder als kurzes Bedürfnis nach Bestätigung, dass schon alles in Ordnung sei. Zugleich zeigen Ihre Antworten, dass diese Sorgen noch nicht das Kommando übernommen haben: Beruhigung wirkt, und der Alltag läuft weiter.

Aus fachlicher Sicht bewegen Sie sich in einer Grauzone, die sehr viele Menschen kennen. Entscheidend ist weniger die Häufigkeit der Sorgen als die Dynamik dahinter: Bleibt es bei anlassbezogener Wachsamkeit, die mit dem Anlass wieder verschwindet? Oder etabliert sich langsam ein Ritual – erst wöchentliches, dann tägliches Kontrollieren, erst gelegentliches, dann systematisches Googeln? Die zweite Entwicklung beginnt fast immer unmerklich.

Die gute Nachricht: In diesem Stadium reagiert das Muster sehr empfindlich auf bewusste Verhaltensänderung. Studien zum Kontroll- und Rückversicherungsverhalten zeigen, dass schon das konsequente Weglassen der Absicherungsrituale die Sorgenintensität binnen Wochen deutlich senkt – weil das Gehirn lernt, dass auch ohne Kontrolle nichts Schlimmes geschieht.

Wie zeigt sich das im Alltag?

Vielleicht erkennen Sie sich hierin wieder: Ein unbekanntes Hautmal wird über Tage immer wieder fotografiert und verglichen. Nach einem Artikel über Herzinfarkte bei Jüngeren horchen Sie eine Woche lang auffällig oft in Ihre Brust hinein. Die Suchmaschine kennt Ihre Symptome besser als Ihre Hausärztin – aber noch beschränken sich die Recherchen auf akute Anlässe.

Charakteristisch für diese Zone ist auch das Pendeln zwischen zwei Stimmen: Die vernünftige sagt „wahrscheinlich harmlos“, die ängstliche flüstert „aber was, wenn nicht?“. Meist gewinnt die vernünftige – doch der innere Aushandlungsprozess kostet Aufmerksamkeit und kehrt bei jedem neuen Körpersignal zurück.

Typisch ist zudem ein selektives Gedächtnis: Berichte über spät erkannte Erkrankungen bleiben Ihnen wochenlang präsent, während die zahllosen harmlos verlaufenen Beschwerden Ihrer eigenen Vergangenheit rasch verblassen. Dieses Ungleichgewicht füttert die ängstliche Stimme mit scheinbaren Belegen, obwohl die Bilanz Ihrer persönlichen Körpergeschichte überwiegend beruhigend ausfällt.

Typische Situationen

Ein Leberfleck, den Sie nicht kannten, wird drei Abende in Folge fotografiert und mit Bildern aus dem Netz verglichen.

Nach dem Herzinfarkt eines Bekannten zählen Sie zwei Wochen lang heimlich Ihren Ruhepuls.

Den Kontrolltermin beim Zahnarzt nehmen Sie problemlos wahr, aber vor Blutabnahme-Ergebnissen sind Sie spürbar nervöser als früher.

Was können Sie jetzt tun?

Setzen Sie an den Absicherungsgewohnheiten an, denn sie sind der Treibstoff des Musters. Vereinbaren Sie mit sich selbst klare Regeln: Ein neues Symptom darf beobachtet werden – aber ohne tägliches Abtasten, ohne Internetrecherche, mit einem festen Zeitfenster von beispielsweise zwei Wochen bis zum Arztbesuch bei Fortbestehen. Solche Wenn-dann-Regeln nehmen der Angst die Entscheidungsgewalt.

Führen Sie ein Experiment durch, das die kognitive Verhaltenstherapie nutzt: Notieren Sie eine konkrete Befürchtung („Der Druck im Bauch ist etwas Ernstes“) samt Ihrer Einschätzung der Wahrscheinlichkeit – und überprüfen Sie die Vorhersage nach zwei Wochen. Die gesammelten Fehlprognosen werden zum wirksamsten Argument gegen die nächste Sorgenwelle.

Falls Sie merken, dass die Regeln nicht halten, das Googeln zunimmt oder die Sorgen auf immer neue Organe wandern, ziehen Sie frühzeitig eine professionelle Perspektive hinzu. Ein offenes Wort in der Hausarztpraxis („Ich mache mir mehr Sorgen um meine Gesundheit, als mir guttut“) ist dafür ein bewährter Einstieg – gute Ärztinnen und Ärzte nehmen dieses Anliegen genauso ernst wie körperliche Beschwerden.

Konkrete nächste Schritte

Erfassen Sie eine Woche lang ehrlich, wie oft Sie kontrollieren, googeln oder rückfragen – die reine Zählung öffnet oft die Augen.

Legen Sie eine persönliche Wenn-dann-Regel für neue Symptome fest und schreiben Sie sie auf.

Ersetzen Sie eine Kontrollhandlung pro Tag bewusst durch eine kurze Achtsamkeits- oder Atemübung.

Prüfen Sie das Muster in zwei Monaten erneut und besprechen Sie eine steigende Tendenz hausärztlich.

Grenzen dieses Tests

Der Übergangsbereich ist naturgemäß unscharf: Ob Ihr Wert eine stabile Eigenschaft, eine vorübergehende Reaktion auf konkrete Ereignisse oder eine beginnende Aufwärtsspirale abbildet, kann eine Einzelmessung nicht klären. Wiederholen Sie den Test in sechs bis acht Wochen und achten Sie auf die Tendenz.

Bedenken Sie außerdem, dass reale gesundheitliche Unsicherheiten – laufende Abklärungen, chronische Erkrankungen, familiäre Risiken – die Werte legitim erhöhen. In solchen Fällen misst der Test eher Ihre Lebenssituation als eine übertriebene Ängstlichkeit.

Auch stabile Persönlichkeitszüge wie hohe Gewissenhaftigkeit können einzelne Antworten nach oben verschieben, ohne dass dahinter echtes Angsterleben steht. Deuten Sie den Punktwert darum nie isoliert, sondern immer im Zusammenspiel mit Ihrem tatsächlich gefühlten Leidensdruck.

Passende Übungen

Quellen

Weitere mögliche Ergebnisse

  • Geringe Krankheitsangst (0–9 Punkte)

    Sie gehen entspannt mit Körpersignalen um: Beschwerden werden wahrgenommen, aber nicht dramatisiert, und Ihr Vertrauen in die eigene Gesundheit trägt.

  • Ausgeprägte Krankheitsangst (20–29 Punkte)

    Die Sorge um Ihre Gesundheit hat sich zu einem festen Denk- und Verhaltensmuster entwickelt, das Energie kostet. Es gibt bewährte Wege heraus – gehen Sie den ersten davon bald.

  • Sehr starke Krankheitsangst (30–40 Punkte)

    Die Furcht vor Krankheit dominiert derzeit Ihr Denken und Handeln und raubt Ihnen Lebensqualität. Dieses Leiden ist behandelbar – bitte holen Sie zeitnah fachliche Hilfe dazu.