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Ihr Ergebnis · Flugangst-Test: Wie stark belastet Sie das Fliegen?

Entspanntes Fliegen (0–9 Punkte)

Das Fliegen löst bei Ihnen höchstens kurze, gut regulierbare Anspannung aus – Ihre Reiseplanung bleibt davon unberührt.

Entspanntes Fliegen (0–9 Punkte)0Leichte Flugangst (10–19 Punkte)10Deutliche Flugangst (20–29 Punkte)20Starke Flugangst (30–40 Punkte)3040

Was bedeutet dieses Ergebnis?

Ihre Antworten ergeben ein entspanntes Bild: Weder die Wartezeit am Gate noch Start, Turbulenzen oder ungewohnte Geräusche versetzen Sie in nennenswerte Alarmbereitschaft. Ein leichtes Kribbeln beim Abheben mag vorkommen – das berichten auch Vielflieger –, doch es kippt bei Ihnen nicht in Katastrophendenken oder körperliche Stressreaktionen um.

Bezeichnend ist, dass Sie an Bord abschalten können: Lesen, Filme schauen oder Dösen gelingen nur, wenn das Gehirn die Umgebung als sicher eingestuft hat. Diese Grundeinstufung ist der entscheidende Unterschied zu Menschen mit Flugangst, deren Aufmerksamkeit während des gesamten Fluges wie ein Radar über Geräusche, Gesichter der Crew und Flügelbewegungen wandert. Bei Ihnen darf die Wachsamkeit ruhen – und genau das macht Fliegen für Sie zu Transport statt zu Bewährungsprobe.

Auch auf der Verhaltensebene zeigt sich keine Einschränkung: Reiseziele wählen Sie nach Interesse und Budget, nicht nach Erreichbarkeit ohne Flugzeug. Damit fehlt der Flugangst ihr wichtigster Nährboden, denn Ängste wachsen vor allem dort, wo Vermeidung ihnen regelmäßig Recht gibt.

Wie zeigt sich das im Alltag?

Praktisch heißt das: Sie buchen einen Flug so beiläufig wie ein Bahnticket, packen am Vorabend und schlafen normal. Beim Einsteigen achten Sie eher auf das Gepäckfach als auf die Triebwerksgeräusche, und wenn die Anschnallzeichen wegen Turbulenzen angehen, ärgern Sie sich höchstens über den unterbrochenen Kaffeeservice.

Ihre Gelassenheit hat einen angenehmen Nebeneffekt für Mitreisende: Ängstliche Begleiter orientieren sich in unruhigen Flugphasen stark am Verhalten der Sitznachbarn. Wer ruhig weiterliest, während die Maschine wackelt, wirkt beruhigender als jedes Argument – ein Effekt, den Sie gezielt einsetzen können, wenn Sie mit flugängstlichen Menschen unterwegs sind.

Auch spontane Planänderungen bringen Sie nicht aus dem Takt: Ein verlegtes Gate, eine längere Verspätung oder der Umstieg auf eine kleinere Propellermaschine sind für Sie logistische Details. Selbst Nachtflüge oder eine Landung bei Regen registrieren Sie eher mit Neugier als mit Sorge.

Typische Situationen

Die Durchsage über erwartete Turbulenzen quittieren Sie mit einem Schulterzucken und schauen Ihren Film weiter.

Beim Buchen vergleichen Sie Preise und Abflugzeiten – der Gedanke an das Fliegen selbst spielt keine Rolle.

Ihr Sitznachbar umklammert die Armlehne, und Sie erklären ihm ruhig, dass das Rumpeln zum Fahrwerk gehört.

Was können Sie jetzt tun?

Für Sie selbst gibt es wenig zu tun – außer den entspannten Zustand nicht durch ungünstige Gewohnheiten zu untergraben. Sehr viel Koffein vor dem Boarding, durchwachte Nächte vor Langstrecken oder das Anschauen von Unglücksdokumentationen am Vorabend können auch bei robusten Menschen die Schreckhaftigkeit an Bord erhöhen. Ein ausgeruhter Start hält die Schwelle hoch.

Falls Sie häufiger mit ängstlichen Mitreisenden fliegen, lohnt sich ein kleiner Wissensvorsprung: zu wissen, dass Turbulenzen die Struktur moderner Flugzeuge nicht gefährden, dass Geräuschwechsel nach dem Start vom planmäßigen Einfahren der Klappen stammen und dass die Sinkflugphase gewollt ist, macht Sie zu einer glaubwürdigen Ruhequelle in der Sitzreihe.

Beobachten Sie sich lediglich nach außergewöhnlichen Ereignissen neu – etwa nach einem sehr unruhigen Flug, einer medizinischen Notlandung oder intensiver Berichterstattung über ein Unglück. Solche Erfahrungen können auch bei bislang gelassenen Menschen Spuren hinterlassen. Ein erneuter Durchgang durch diesen Test zeigt Ihnen dann, ob sich etwas verschoben hat.

Konkrete nächste Schritte

Notieren Sie Ihr Ergebnis mit Datum, um nach ungewöhnlichen Flugerlebnissen vergleichen zu können.

Vermeiden Sie vor Flügen unnötige Aufputscher wie größere Mengen Kaffee oder Energydrinks.

Eignen Sie sich ein paar Grundfakten zur Flugphysik an, wenn Sie öfter ängstliche Menschen begleiten.

Wiederholen Sie den Test nach einem turbulenten oder außergewöhnlichen Flug.

Grenzen dieses Tests

Der Fragebogen misst die Belastung durch das Fliegen – wer seit Jahren nicht geflogen ist, weil sich schlicht kein Anlass ergab, beantwortet manche Aussagen aus der Erinnerung. Das Ergebnis ist dann eine Schätzung und kein aktueller Belastungstest; erst der nächste reale Flug liefert die Probe aufs Exempel.

Zudem sagt ein niedriger Wert hier nichts über andere Reiseängste aus: Enge Sitzreihen, Menschenmassen am Flughafen oder Infektionssorgen folgen eigenen Mustern und werden von diesem Instrument nicht erfasst. Bei Unbehagen aus solchen Quellen führt die Spur zu anderen Themen als zur klassischen Flugangst.

Und selbstverständlich ist Gelassenheit kein Freibrief: Die Sicherheitshinweise der Crew gelten auch für entspannte Passagiere – wer die Einweisung routiniert überhört, verwechselt berechtigtes Vertrauen mit Nachlässigkeit.

Passende Übungen

Quellen

  • Van Gerwen LJ, Spinhoven P, Van Dyck R, Diekstra RFW (1999). Construction and psychometric characteristics of two self-report questionnaires for the assessment of fear of flying. Psychological Assessment, 11(2), 146–158.
  • Howard WA, Murphy SM, Clarke JC (1983). The nature and treatment of fear of flying: A controlled investigation. Behavior Therapy, 14(4), 557–567.
  • Oakes M, Bor R (2010). The psychology of fear of flying (part I): A critical evaluation of current perspectives on the nature, prevalence and etiology of fear of flying. Travel Medicine and Infectious Disease, 8(6), 327–338.

Weitere mögliche Ergebnisse

  • Leichte Flugangst (10–19 Punkte)

    Fliegen ist für Sie mit spürbarem Unbehagen verbunden, das Sie aber noch nicht von Reisen abhält. Mit ein paar gezielten Strategien lässt sich diese Restanspannung deutlich verkleinern.

  • Deutliche Flugangst (20–29 Punkte)

    Flüge bedeuten für Sie erheblichen Stress, und die Angst beginnt, Ihre Reiseentscheidungen mitzuschreiben. Strukturierte Hilfe – vom Seminar bis zur Therapie – hat hier ausgezeichnete Erfolgsaussichten.

  • Starke Flugangst (30–40 Punkte)

    Das Fliegen ist für Sie derzeit kaum oder gar nicht mehr möglich, und die Angst diktiert Ihre Mobilität. Mit professioneller Begleitung stehen die Chancen sehr gut, diese Freiheit zurückzugewinnen.