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Angst & Stress Screening

Panikattacken-Test: Wie ausgeprägt ist Ihre Panikneigung?

Zehn Fragen zu plötzlichen Angstwellen, körperlichen Alarmsymptomen und der Furcht vor der nächsten Attacke. Der Aufbau orientiert sich an der Panic Disorder Severity Scale (PDSS), einem etablierten Verfahren der Panikforschung.

Test starten 10 Fragen · 2 Min. · kostenlos

Worum geht es in diesem Test?

Panikattacken gehören zu den intensivsten Angsterfahrungen überhaupt: Innerhalb weniger Minuten schießen Herzklopfen, Atemnot, Zittern oder Schwindel in die Höhe, oft begleitet von der Befürchtung, die Kontrolle zu verlieren oder ernsthaft krank zu sein. Dieser Selbsttest beleuchtet drei Bausteine, die in der Forschung als Kern des Panikgeschehens gelten: die Attacken selbst, die sogenannte Erwartungsangst – also die Angst vor der Angst – und das Ausweichen vor Orten oder Körperempfindungen, die eine Attacke auslösen könnten.

Sie beantworten zehn Aussagen dazu, wie häufig solche Erfahrungen in den vergangenen vier Wochen aufgetreten sind. Daraus ergibt sich ein Gesamtwert zwischen 0 und 40 Punkten, der einer von vier Stufen zugeordnet wird. Zu jeder Stufe finden Sie eine ausführliche Erläuterung: was der Bereich bedeutet, wie er sich typischerweise im Alltag zeigt, welche Strategien laut Studienlage helfen und wo die Grenzen dieser Selbsteinschätzung liegen.

Gedacht ist der Fragebogen für Erwachsene, die einzelne Angstanfälle erlebt haben und einordnen möchten, ob sich daraus ein Muster entwickelt – oder die schlicht wissen wollen, wie stark die Sorge vor körperlichen Alarmreaktionen ihr Verhalten bereits steuert. Auch zur Verlaufsbeobachtung während einer Behandlung oder eines Selbsthilfeprogramms lässt er sich nutzen, wenn Sie ihn im Abstand einiger Wochen wiederholen.

Mögliche Ergebnisse

Methodik & Hintergrund

Inhaltlich lehnt sich der Test an die Panic Disorder Severity Scale an, die Shear und Kollegen 1997 für die Verlaufsmessung bei Paniksymptomatik entwickelten und die auch als Selbstbeurteilungsversion (PDSS-SR) geprüft wurde. Erfasst werden die dort beschriebenen Facetten: Häufigkeit und Belastung durch Angstanfälle, Erwartungsangst, situatives Ausweichen, Furcht vor Körperempfindungen sowie Beeinträchtigung von Arbeit und Sozialleben.

Theoretischer Hintergrund ist das kognitive Panikmodell von Clark (1986): Harmlose Körpersignale – ein Herzstolpern, ein flaues Gefühl – werden katastrophal fehlgedeutet („Herzinfarkt!“, „Ich kippe gleich um!“), was die Angst und damit die Symptome weiter anheizt. Aus diesem Teufelskreis erklärt sich, warum die Furcht vor der nächsten Attacke und das Beobachten des eigenen Körpers so zentral für den Verlauf sind – und warum der Fragebogen genau danach fragt.

Zur Transparenz gehört: Dies ist ein orientierendes Screening, keine klinische Untersuchung. Ob tatsächlich eine Panikstörung, eine andere Angsterkrankung oder eine körperliche Ursache wie eine Schilddrüsenüberfunktion hinter den Beschwerden steckt, kann nur eine ärztliche oder psychotherapeutische Abklärung feststellen. Die vier Punktbereiche sind Orientierungszonen ohne diagnostische Schwellen; sie zeigen an, wie stark das Thema Ihr Erleben derzeit prägt, nicht mehr und nicht weniger.

Häufige Fragen

Woran erkenne ich eine Panikattacke – und wie unterscheidet sie sich von einem Herzinfarkt?

Eine Panikattacke erreicht ihren Höhepunkt typischerweise binnen zehn Minuten und flaut danach ab; häufig sind Herzrasen, Atemnot, Zittern, Schwindel und Todesangst. Ein Herzinfarkt äußert sich eher durch anhaltenden Druckschmerz hinter dem Brustbein, oft mit Ausstrahlung in Arm oder Kiefer, unabhängig von Aufregung. Die Unterscheidung im Akutfall gehört aber in ärztliche Hände: Beim ersten Ereignis dieser Art oder bei Unsicherheit immer den Notruf wählen – niemand wirft Ihnen einen Fehlalarm vor.

Sind Panikattacken gefährlich für Herz oder Gehirn?

Nein. Die Attacke ist eine übersteigerte, aber körperlich harmlose Alarmreaktion: Adrenalin beschleunigt Herz und Atmung, der Kreislauf arbeitet auf Hochtouren – so wie bei intensivem Sport. Weder Ohnmacht durch Panik noch bleibende Schäden sind zu erwarten. Belastend und behandlungsbedürftig ist nicht die einzelne Attacke, sondern das Leben in ständiger Anspannung und die wachsende Vermeidung, die daraus entstehen kann.

Was ist der Unterschied zwischen einzelnen Attacken und einer Panikstörung?

Vereinzelte Panikattacken erleben viele Menschen irgendwann, etwa unter extremem Stress – das allein ist keine Störung. Von einer Panikstörung sprechen Fachleute erst, wenn Attacken wiederholt und unerwartet auftreten und mindestens ein Monat anhaltende Sorge vor weiteren Anfällen oder deutliche Verhaltensänderung hinzukommt. Genau diese Folgeprozesse – Erwartungsangst und Vermeidung – fragt dieser Test besonders gründlich ab.

Bleibt meine Auswertung anonym?

Ja, vollständig. Sämtliche Berechnungen laufen lokal in Ihrem Browser ab; es gibt keine Registrierung, und Ihre Antworten werden zu keinem Zeitpunkt an einen Server geschickt. Sie können also ohne Bedenken ehrlich antworten – gerade bei Angstthemen, über die viele ungern sprechen, ist das die Voraussetzung für ein aussagekräftiges Ergebnis.

Hilft es, während einer Attacke in eine Tüte zu atmen?

Diese alte Empfehlung gilt heute als überholt und kann bei bestimmten Erkrankungen sogar riskant sein. Sinnvoller ist verlangsamtes Atmen mit deutlich verlängerter Ausatmung – etwa vier Sekunden ein, sechs bis acht Sekunden aus. Das gleicht die Überatmung aus, die viele Paniksymptome wie Kribbeln und Schwindel verursacht, und aktiviert gleichzeitig den beruhigenden Teil des Nervensystems.

Quellen

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