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Vergleichsfalle-Test: Wie oft messen Sie sich an anderen?

Zehn Fragen zu einer Gewohnheit, die das Smartphone-Zeitalter mächtig befeuert hat: das ständige Messen des eigenen Lebens an dem der anderen. Finden Sie heraus, wie tief Sie derzeit in der Vergleichsfalle stecken – und was Ihr Wert für Ihr Wohlbefinden bedeutet.

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Worum geht es in diesem Test?

Sich mit anderen zu vergleichen ist zunächst weder krankhaft noch neu – der Mensch gewinnt einen Großteil seiner Selbsteinschätzung seit jeher aus dem Blick auf seinesgleichen. Zur Falle wird der Mechanismus erst durch drei Verstärker: wenn er ständig läuft, wenn er fast nur nach oben zielt und wenn am Ende regelmäßig die eigene Abwertung steht. Soziale Medien liefern dafür ideale Bedingungen, denn sie präsentieren rund um die Uhr sorgfältig kuratierte Höhepunkte fremder Leben.

Der Test fragt nach der Häufigkeit typischer Vergleichsmomente: dem Abgleich von Leistungen und Lebensetappen mit Gleichaltrigen, dem Stimmungsknick nach dem Scrollen, dem Neid auf Online-Darstellungen, dem Entwerten eigener Fortschritte, sobald jemand weiter ist, und dem Prüfen von Likes und Kennzahlen zur Selbstverortung. Zwei Fragen erfassen die gesunde Gegenbewegung – Mitfreude und den Maßstab der eigenen Entwicklung. Ihr Ergebnis liegt zwischen 0 und 40 Punkten.

Aufschlussreich ist der Test für alle, die nach Zeit in sozialen Netzwerken regelmäßig unzufriedener sind als davor, die sich von Erfolgsmeldungen aus dem Bekanntenkreis eher gedrückt als inspiriert fühlen oder die trotz objektiver Fortschritte das Gefühl nicht loswerden, zurückzuliegen. Auch Eltern und Berufseinsteiger, die sich an scheinbar perfekten Vorbildern messen, finden hier eine nüchterne Standortbestimmung.

Mögliche Ergebnisse

Methodik & Hintergrund

Den theoretischen Rahmen liefert Leon Festingers Theorie des sozialen Vergleichs von 1954: Menschen streben danach, ihre Fähigkeiten und Ansichten einzuschätzen, und greifen mangels objektiver Maßstäbe auf den Vergleich mit anderen zurück. Gibbons und Buunk zeigten 1999 mit ihrer Vergleichsorientierungs-Skala (INCOM), dass sich Menschen stabil darin unterscheiden, wie stark sie zu solchen Vergleichen neigen – diese Individualität der Vergleichsneigung ist der Kern dessen, was unser Fragebogen abbildet.

Für den digitalen Teil stützen wir uns auf Untersuchungen wie die von Vogel und Kollegen (2014), die einen Zusammenhang zwischen intensiver Social-Media-Nutzung, aufwärtsgerichteten Vergleichen und geringerem Selbstwertempfinden dokumentierten. Wichtig ist die Richtung des Vergleichs: Der Blick auf vermeintlich Bessergestellte kann anspornen, geht aber häufiger mit Unzufriedenheit einher – insbesondere, wenn die Gegenseite nur ihre Schokoladenseite zeigt.

Offen benannt sei, was dieser Selbsttest nicht kann: Er ist kein normiertes Diagnostikinstrument, seine vier Stufen sind inhaltlich begründete Setzungen, und er misst eine Gewohnheit, keine seelische Erkrankung. Anhaltende Niedergeschlagenheit, quälender Neid oder ein Selbstwert im Dauertief gehören in ein persönliches Gespräch mit qualifizierten Fachleuten – der Fragebogen kann dafür höchstens der Anstoß sein, niemals der Abschluss.

Häufige Fragen

Quellen

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