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Humorstil-Test: Wie lachen Sie – mit anderen, über sich oder auf Kosten anderer?

Humor ist nicht gleich Humor: Er kann Nähe stiften, durch Krisen tragen, austeilen oder die eigene Person zur Zielscheibe machen. Zwölf Aussagen ermitteln, welcher der vier Humorstile aus dem Modell von Rod Martin bei Ihnen den Ton angibt.

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Worum geht es in diesem Test?

Die Humorforschung unterscheidet seit den Arbeiten von Rod Martin und Kollegen vier Stile, die sich entlang zweier Achsen ordnen lassen: Richtet sich der Humor auf andere oder auf die eigene Person, und wirkt er eher wohlwollend oder eher auf Kosten von jemandem? So entstehen der verbindende (affiliative) Stil, der selbststärkende, der spitze (aggressive) und der selbstironisch-selbstabwertende Stil. Jeder Mensch nutzt alle vier in wechselnder Mischung – interessant ist, welcher im Alltag dominiert.

Dieser Selbsttest stellt Ihnen je drei Aussagen pro Stil vor. Ausgewertet wird nicht eine Gesamtsumme, sondern der Vergleich: Der Stil mit Ihrer höchsten Zustimmung bestimmt Ihr Ergebnis. Sie erfahren, wie dieser Stil wirkt, welche Funktion er für Sie erfüllt, wo seine Stärken liegen – und an welchen Stellen er Beziehungen oder Selbstwert belasten kann, wenn er zur einzigen Klaviatur wird.

Aufschlussreich ist der Test für alle, die verstehen möchten, warum ihre Witze mal Türen öffnen und mal Türen zuschlagen: für Vielredner in Teams, für Paare mit unterschiedlichem Humorverständnis, für Menschen, die sich nach Pointen auf eigene Kosten seltsam leer fühlen. Kein Stil ist per se gut oder schlecht – auch die kritisch beleumundeten Stile haben legitime Funktionen, auf die Dosis und den Kontext kommt es an.

Mögliche Ergebnisse

Methodik & Hintergrund

Grundlage ist das Vier-Stile-Modell des Humor Styles Questionnaire (HSQ), das Rod Martin, Patricia Puhlik-Doris und Kollegen 2003 vorstellten. Das Original erfasst mit 32 Items die Stile affiliativ, self-enhancing, aggressiv und self-defeating; zahlreiche Studien verknüpfen die beiden wohlwollenden Stile mit Wohlbefinden und die beiden anderen mit gemischteren Befunden. Für den deutschsprachigen Raum haben Willibald Ruch und Sonja Heintz die Skala geprüft und diskutiert.

Unsere Kurzform verwendet drei Aussagen je Stil, die Sie auf einer fünfstufigen Zustimmungsskala von 0 bis 4 bewerten. Gewinner ist der Stil mit der höchsten Punktsumme – bei Gleichstand entscheidet die Reihenfolge der Auswertung, das Ergebnis nennt dann einen von mehreren gleichauf liegenden Stilen. Eine Kurzskala kann die Stile nur grob trennen; sie zeigt Ihre Tendenz, ersetzt aber nicht das vollständige Instrument.

Zwei ehrliche Hinweise: Erstens misst der Test Ihre Selbstwahrnehmung – gerade beim spitzen Stil unterschätzen sich viele, weil eigene Ironie harmloser klingt als fremde. Rückmeldungen aus dem Umfeld sind hier ein wertvolles Korrektiv. Zweitens sagt der dominante Stil nichts über Ihre Witzigkeit: Erfasst wird, wozu Sie Humor einsetzen, nicht, wie gut er ankommt. Auch ein niedrig ausgeprägter Stil kann in passenden Momenten glänzen.

Häufige Fragen

Quellen

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